Olympia Hamburg und die Sache mit dem Volk – Verfassungs-Änderungs-Vorschlag liegt vor

Gewitterwolken ziehen auf: The Boston Olympic Debacle.

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Wie befragt man für die Hamburger Olympiabewerbung das Volk? SPD und Grüne haben heute zur Anhörung im Verfassungs-Ausschuss einen Antrag als Diskussionsgrundlage vorgelegt. Der Antrag ist hier zum download als berereit (PDF). Ein neues „Hamburg-Referendum“ soll demnach kurzfristig mit einem Artikel 50 Parapraph 4b in die Verfassung eingefügt werden. Die Anhörung – die derzeit noch läuft – zeigt, dass es eine Vielzahl von Problemen mit der im Schnellverfahren jetzt vorgesehenen Verfassungsänderung für die Olympia-Bewerbung gibt. Mehr Informationen folgen….

LEX OLYMPIA Hamburg – Bürgerschaft hört sich Experten an

Geldautomat-Olympia-HamburgWie befragt man das Volk für Olympische Spiele in Hamburg? Klingt einfach, ist aber recht schwierig. Am Mittwoch (22. April) hat der Verfassungs-Ausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft daher eine Expertenanhörung auf die Tagesordnung gesetzt. Das ganze ist ab 17.30 Uhr öffentlich im Raum 151 mitzuverfolgen. Die Tagesordnung samt Liste der Sachverständigen gibt es hier als PDF. Weiterlesen

Olympia Hamburg – Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Imageprobleme

Geldautomat-Olympia-HamburgOlympia in Hamburg ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. „Bis Ende des Monats soll die GmbH stehen – mit Vertretern des Bundes, der Stadt Hamburg, des DOSB und des Segelstandorts Kiel mit dem Land Schleswig-Holstein. Dann kann das Rechnen beginnen – denn alle, Befürworter wie Gegner fordern die Offenlegung der Kosten. Dafür müssen die aber erstmal berechnet werden. Hier in Hamburg steht der finanziell komplett aus dem Ruder gelaufene Bau der Elbphilharmonie praktisch als Mahnmal.“ So berichtet der Deutschlandfunk auf seiner Homepage. Das Abendblatt berichtet, dass die Olympia-GmbH am 11. Mai gegründet werden soll und der Senat von Kosten von 50 Mio Euro für die Bewerbung ausgeht. Weiterlesen

Wer trägt Hamburgs Olympia-Kosten? Klar ist, dass nichts klar ist

Was kostet Olympia? Jetzt wird es konkret.

Was kostet Olympia? Jetzt wird es konkret.


Was kosten die Olympischen Spiele und wer kommt für die Kosten auf? Dies wird für viele Hamburgerinnen und Hamburger eine Schlüsselfrage sein, um zu entscheiden, ob sie beim Referendum sich für oder gegen die Olympiabewerbung ihrer Stadt aussprechen. Umso erstaunlicher ist es, dass hier anscheinend noch nicht mal in Ansätzen klar ist, wer was zahlen wird.

Michael Neumann wird nicht müde, an den Bund zu appellieren: „,Wir werden nur erfolgreich sein, wenn wirklich ganz Deutschland hinter der Bewerbung steht‘. Das bedeute, auf nationaler Ebene müsse viel gesprochen werden, ,damit Deutschland wirklich Ja zu Hamburg sagt‘.“ Übersetzt heißt das: Hamburg braucht Kohle und zwar nicht zu knapp, um seine Olympia-Visionen verwirklichen zu können. Weiterlesen

Viel heiße Luft von Handelskammer & Senat: Acht Mythen zur Olympia-Bewerbung

Gewitterwolken ziehen auf: The Boston Olympic Debacle.

Gewitterwolken ziehen auf: The Boston Olympic Debacle. Vielleicht zieht das Gewitter bald weiter nach Hamburg?


Seit Monaten berichten wir hier in diesem Blog überdie Brüche und Widersprüche des Hamburger Olympia-Konzepts und zeigen die unzähligen Risiken und Kostenfallen, die das Megaprojekt mit sich bringen. Auf dem 1. Treffen der Plattform gegen Olympische Spiele wurden acht Mythen vorgestellt, die offenlegen, womit Senat & Wirtschaft uns Olympia schmackhaft machen wollen. Die Hauptargumente der Befürworter/innen finden sich in konzentrierter Form auf der Seite der Handelskammer als „FAQs Olympische Spiele 2024“.

Dies wird mit folgender Frage eingeleitet: „Welche Auswirkungen hätten Olympische Spiele auf mich und mein Unternehmen? Und was bedeuten sie für die Firmen, die im Hafengebiet angesiedelt sind?“. Das ist einerseits klar, weil die Handelskammer nun mal die Wirtschaft vertritt, aber gleichzeitig zeigt sich deutlich die Zielgruppenausrichtung der Pro-Olympia-Fraktion. Insgesamt 14 Fragen und Antworten liefert das Handelskammer-FAQ der interessierten Öffentlichkeit. Darunter sind auch viele Fragen zu den sozialen Auswirkungen der Spiele, wie z.B.: Wie viel kosten Olympische Spiele? Gehen die Ausgaben für Olympia zu Lasten der Kultur- und Sozialbudgets? Wie werden sich die Mieten entwickeln? Hier geht die Handelskammer in die Offensive, so scheint es, leider finden sich keine wasserdichten Antworten. Weiterlesen

„Zweite offene Plattform gegen Olympische Spiele in Hamburg“

Olympia-Gegner/innen verabschieden Resolution und laden zum neuen Treffen ein.

Olympia-Gegner/innen verabschieden Resolution und laden zum neuen Treffen ein.


Die Offene Plattform gegen Olympische Spiele in Hamburg (www.etwasbesseresalsolympia.org) lädt zu einem weiteren Treffen am 24. April ein, um „gemeinsam die Kampagne gegen Olympia“ zu planen. Auf dem ersten Treffen hatten rund 150 Menschen eine gemeinsame Resolution beschlossen, die hier nachzulesen ist:

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50 Millionen Miese bei Doppel-Abstieg und Schaden für Olympia: Aber alles wird gut

Andreas Trepte, www.photo-natur.de

Andreas Trepte, www.photo-natur.de

Schwerer Schaden für Olympia – Steigen Pauli und HSV ab, gibt es einen Imageschaden – und 50 Millioen Euro Miese für die Marketingbranche. Na, wenn man keine andere Sorgen hat. Ich dachte schon, es geht um den sportlichen Niedergang: „Ein befürchteter Abstieg der Profi-Fußball-Vereine Hamburger SV und FC St. Pauli zieht nach Auffassung des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) auch einen Imageverlust für die Olympia-Bewerbung der Hansestadt nach sich. „Ein Doppelabstieg des FC St. Pauli und des HSV hätte für die Positionierung und Profilierung Hamburgs als Sportstadt erhebliche Folgen – gerade im Hinblick auf die Bewerbung um die Olympischen Spiele“, sagte HWWI-Direktor Henning Vöpel dem ,Hamburger Abendblatt‘ (Dienstag). Erstligist HSV als Tabellenschlusslicht und der Kiezclub auf dem Zweitliga-Relegationsrang sind akut abstiegsgefährdet.“ Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa mit Bezug auf das Abendblatt im Ticker der Zeit. Weiterlesen

Somalische Olympia-Läuferin Samia Yosuf Omar – Tod im Flüchtlingsboot

TraumvonOlympiaDer Deutschlandfunk hat vor wenigen Tagen eine berührende Geschichte über eine somalische Olympia-Sportlerin veröffentlicht. Die Läuferin Samia Yosuf Omar startete 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking für ihr Land. „Für ihren Traum von der Profikarriere steigt sie vor drei Jahren in ein Flüchtlingsboot nach Europa und kommt ums Leben. Eine Athletin, die der aktuellen Flüchtlingsproblematik ein Gesicht gibt.“ (DLF) Weiterlesen

Ein Projektmanager und die Hamburger Olympia-Bewerbung

medium_10204320386Den Namen werden wir in nächster Zeit öfters hören: Klaus Grewe. Er ist Projektentwickler und war maßgeblich an den Olympia-Plänen in London beteiligt. In der FAZ wird er aktuell interviewt. „Am Berliner Hauptbahnhof und dem Olympiagelände 2012 in London war Klaus Grewe bereits als Projektmanager beteiligt. Im FAZ.NET-Interview spricht er über die Hamburger Pläne für 2024 oder 2028“. Für Grewe steht fest: „Diese Aufgabe ist ein Traum“. Weiterlesen

Lasst uns gemeinsam den Olympia-Wahnsinn stoppen – Resolution verabschiedet

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Rund 150 Menschen aus verschiedenen Teilen der Stadt und unterschiedlichen politischen Spektren sind gestern zusammengekommen, um bei der 1. Offenen Plattform gegen Olympische Spiele in Hamburg zu beraten, wie die Olympia-Bewerbung verhindert werden kann. Eingeladen hatte das „Anti-Olympische Komitee“. Auf dem dynamischen und aktionsorientierten Treffen wurde eine erste Resolution verabschiedet, die auf der Seite Etwas Besseres als Olympia nachzulesen und hier als PDF verlinkt ist. Sehr gefreut haben wir uns über die solidarischen Grüße von NOlympia Berlin, die extra angereist sind und ihre Unterstützung signalisiert haben.

Ein Folgetreffen der Offenen Plattform gegen Olympische Spiele in Hamburg gibt es auch schon, am 24. April. Der Ort für das AG-Treffen wird noch bekannt gegeben.

Olympische Spiele in Hamburg? Wir haben Etwas Besseres vor!Lasst uns gemeinsam den Olympia-Wahnsinn stoppen!