Nolympia Hamburg sagt: Schade Abendblatt – Neue Bezahlseiten erschweren unsere Info-Arbeit

Bezahlseiten beim Abendblatt

Abendblatt: Online-Angebot ist nun kostenpflichtig. Das hat Auswirkungen auf unsere Möglichkeiten zur Nolympia-Berichterstattung.

Das Hamburger Abendblatt hat sein Internet-Angebot nun offenbar weitgehend auf „kostenpflichtig“ geschaltet. Das ist zwar irgendwie nachvollziehbar, ändert aber leider nichts daran, dass dies auch die Folge hat, dass viele der Texte, auf die wir hier bei Nolympia-Hamburg.de in den letzten Monaten verwiesen haben, nun eben nicht mehr frei zugänglich sind. Es wird außerdem die Folge haben, dass wir viele der Themen und Titel, die dort aufgegriffen werden, künftig wohl nicht mehr in gewohnter Weise hier vorstellen und diskutieren können. Denn: Wir werden uns kein Online-Abo bestellen.

Wir könnten nun fragen: Wer spendiert uns für diesen Blog ein Abo, schickt uns freundlich die Zugangsdaten?  Die Online-Variante wäre besser als die mit PDF (da muss man zuviele Formate ändern). Wir sind aber unsicher, ob wir das fragen sollen.

Hamburg. Olympische Spiele. Weltoffen. International. FÜR WEN?

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Olympia, Hamburg und weltoffen? Für wen?

„Hamburg will die Olympischen Spiele – und rühmt sich, eine offene Stadt zu sein. Dies mag für Sportler gelten, aber auch für Flüchtlinge?“ Matthias Kahrs von dem zum Abendblatt gehörenden Blog St.Pauli-News kommentiert die – sagen wir Doppelbödigkeit – der Olympia-Propaganda. Er schreibt:  Wenn Hamburg die Olympischen Spiele ausrichtet, soll das “Tor zur Welt” zum “Tor für die Welt” werden. St. Pauli sah über Jahrhunderte zuerst, wer durch dieses Tor in die Hansestadt kam, denn traditionell gelangten viele Menschen durch den Hafen hierher. Und auch heute hat der Stadtteil gute Gründe genau hinzusehen, was mit Olympia kommt. Durch Olympia soll Hamburg internationaler werden, gibt die “Projektgruppe Olympia für Hamburg” an. Die Stadt sei “traditionell offen für Menschen aus aller Welt”. Doch gilt das nicht für alle Menschen gleichermaßen.“ Die einen dürfen rein, die anderen sollen draußen bleiben. „Wer darf durch das “Tor für die Welt”? fragt er. Hier weiter lesen.

 

Wo geht’s denn hier nach Olympia? Besuch auf dem Kleinen Grasbrook

Wo zum Teufel liegt der Kleine Grasbrook? Was ist das für ein Ort und wohnen da wirklich Menschen? Sicherlich nicht wenige Hamburger/innen, die nun in den Medien lesen, dass der Kleine Grasbrook das Traumgelände für Olympia sei, rätseln, wie es dort wohl aussehen mag. Die Insel gehört zum Bezirk Hamburg Mitte und ist 4,5 km2 groß. Auf ihr sollen – laut Statistischem Landesamt – 1.121 Einwohner/innen leben und etwa 2.000 Menschen arbeiten. Heute haben wir auf’m Kleinen Grasbrook Hase & Igel gespielt: (N)Olympia Hamburg ist immer schon da! So wollen wir dem olympischen Hasen ein Schnippchen schlagen und uns in aller Ruhe das Gelände ansehen – so weit es geht. Denn viele Zäune und Security versperren den Weg ins „Olympische Paradies“. Aber seht selbst… Weiterlesen

Wir sind 5.000 von Millionen – „Wir werden es schaffen!“

5000Es ist so unendlich viel Arbeit! Viel zu viel! Und es macht auch oft wütend, wenn wir mit ansehen müssen, wie sich diejenigen, die Geld, Unternehmen und Macht in der Hinterhand haben, Werbeflächen kaufen, um ihre Botschaften rüber bringen, wo wir viel Zeit einsetzen müssen, um uns Gehör zu verschaffen, um eine andere Perspektive und unseren Widerspruch zu formulieren. Aber heute sind wir 5.000! Nach nicht mal einer Woche, seitdem unsere Petition „Olympische Spiele in Hamburg? So nicht!“ online ist, haben wir jetzt dieses Signal gesetzt, dass es ein Hamburg gibt, dass nicht den Kaufleuten gehört! Gegen Kommerzialisierung, Verdrängung und Privatisierung: Wir haben das Recht auf Stadt! Wenn wir es wollen! Wir werden es schaffen! Wir danken allen bis hier hin für diese Unterstützung!

Das nächste Ziel ist gestellt: Weiter unterschreiben.

Olympia in Hamburg? „Aufwertung von Flächen ist dabei immer ambivalent, denn sie löst immer auch Verdrängungsprozesse aus“

hwwi-olym-hhWer sich alles mit der Olympia-Bewerbung von Hamburg befasst… Z.B. auch (schon wieder) das Hamburger WeltWirtschaftsInstitut (HWWI). Da findet man ganz oft das Wort „Chance“, aber auch so einen Satz: „Aufwertung von Flächen ist dabei immer ambivalent, denn sie löst immer auch Verdrängungsprozesse aus“. Oder: „So gilt Barcelona 1992 als Paradebeispiel für eine Stadt, die mit Olympischen Spielen einen enormen Schub bekommen hat, wenngleich hierfür auch andere Faktoren eine maßgebliche Rolle gespielt haben. Vier Jahre später hat Atlanta 1996 gezeigt, dass Olympische Spiele keine Garantie für eine erfolgreiche internationale Positionierung einer Stadt sind.“ Weiterlesen

Sportfunktionäre kritisieren Sportbund-Olympia-Umfrage

mehrdemokratieDamit keine Zweifel aufkommen, ich bin nicht mit Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL), verwandt. Aber der Seifert „hat die Politik für den Umgang mit den Meinungsumfragen in Berlin und Hamburg zur möglichen Olympia-Bewerbung kritisiert“, berichtet Sport.de. „Nach meinem Verständnis wähle ich Politiker, damit sie mir komplexe Entscheidungen abnehmen“, sagte Seifert der „Sport Bild“. „Eine solch komplexe Entscheidung wie eine millionenschwere Bewerbung um Olympische Spiele, die im Erfolgsfall Milliarden-Investitionen mit sich bringt, muss man steuerlich, ökologisch, finanziell, sozial unter ganz vielen Gesichtspunkten abwägen.“ Weiterlesen

Total olympisch – Sporthallen-Mangel auf St. Pauli

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Martin Stoll-Hafkus, Matthias “Bodo” Bodeit und ein seltenes Exemplar in St. Pauli: eine Turnhalle. Foto: Matthias Kahrs

Wo wird in St.Pauli für Olympia trainiert? An gaaaanz wenigen Plätzen, denn z.B. bei den Sporthallen sieht es reichlich düster aus. Auf st.pauli-news.de, einem Blog des Hamburger Abendblatts, wird darüber ausführlich berichtet und die Sorge formuliert, dass die Olympischen Spiele die Situation sogar noch verschlechtern könnten. Matthias Kahrs hat die Geschichte recherchiert. Wir bringen hier einen Auszug, weiterlesen dann bitte am angegebenen Ort: „Auf St. Pauli fit zu bleiben, ist nicht einfach: Es fehlen Sporthallen und beim FC St. Pauli gibt es Aufnahmestopps. Die Olympischen Spiele könnten die Lage noch verschlimmern. Weiterlesen

Landungsbrücken raus! Musik statt Millionen! Olympia in Hamburg? So nicht!

nolymoia-hhNaja. Wir geben kein Geld aus für gesponserte Facebook-Anzeigen, haben keine großen Unternehmen hinter uns, können uns die Licht-Werbung nicht leisten, machen keine Fackel-Alster-Events und keine Laser-Sky-Light-Shows, die Handelskammer telefoniert nicht täglich mit uns, das Abendblatt fragt nur im Notfall bei uns an, kennen wichtige Chefredakteure nur vom HörenSagen, vom DOSB und IOC kennen wir keinen und auf Jahresempfänge werden wir auch nicht eingeladen. Nicht mal bestechen will man uns. Wir posten in diesem Blog nur, welche Sorgen und Zweifel wir haben, wenn wir diese „großkopferten“ Fantasien von Spielen in Hamburg hören, von all den großen Chancen… Vielleicht kennen wir die falschen Leute in dieser Stadt? Weiterlesen

Wie nachhaltig können Olympische Spiele in Hamburg sein? Morgen, 24.2., 17.30

Was ist mit den Betriebskosten? Dieses Gebäude wurde bis heute nicht auf Nachhaltigkeit geprüft.

Und was ist mit den Betriebskosten? Dieses Gebäude wurde bis heute nicht auf Nachhaltigkeit geprüft.


Bei dem ganzen Trubel rund um unsere Online-Petition hätten wir doch fast vergessen, auf die morgige Veranstaltung des Zukunftsrat Hamburg hinzuweisen. Das holen wir hiermit nach und laden herzlich ein, mitzudiskutieren. Los geht’s bereits um 17.30 Uhr in der Staatsbibliothek, Von-Melle-Park 3.

Aus der Einladung: Nachhaltig sollen sie sein, sozial verträglich und kostengünstig sowieso: Die Olympischen Sommerspiele in Hamburg. Aber geht das überhaupt? Das wollen wir mit Ihnen und folgenden Expertinnen und Experten diskutieren:
Staatsrat Dr. Christoph Krupp, Chef der Senatskanzlei
Reinhard Wolf, Olympiabeauftragter der Handelskammer Hamburg
Nicole Vrenegor, (N)Olympia Hamburg (www.nolympia-hamburg.de)

BUND Hamburg: Kein Olympia zu Lasten von Umwelt und Natur…

halteverbotDer BUND Hamburg bzw. dessen Geschäftsführer Manfrad Braasch hat sich im aktuellen Mitglieder-Magazin auf den Hamburg-Seiten zur Frage einer Olympia-Bewerbung geäußert. Wir nehmen uns die Freiheit, diesen Beitrag im Folgenden zu dokumentieren. Hinweisen wollen wir auch noch auf eine Pressemitteilung des BUND zur möglichen Umsiedlung der Hafenbetriebe und den damit verbundenen Fragen zum Umweltschutz. Weiterlesen