Der Naturschutzbund Hamburg (Nabu) hat sich mit einer Pressemeldung in die laufende Debatte um die Olympia-Bewerbung von Hamburg eingemischt. Die Presseerklärung dokumentieren wir gleich unten. Weiterlesen
Stimmungen statt Kosten: Olympia-Bewerbung
„Seit Mittwoch läuft eine Meinungsumfrage in Hamburg und Berlin“, berichtet das Abendblatt. Gemeint ist die Umfrage im Auftrag des Deutschen Olympischen Sport Bundes (DOSB) zur Stimmungslage für eine Olympische Bewerbung Deutschlands für 2014 mit Berlin oder Hamburg. Das Abendblatt schreibt auch: „Wenig ist bisher bekannt über die genauen Kosten für mögliche Sommerspiele 2024 oder 2028.“ Weiterlesen
Olympische Spiele in Hamburg? So nicht!
Eine wahre Flut von Werbemaßnahmen – getragen von vielen Unternehmen und unterstützt von einigen Medien – überschwemmt die Stadt: Feuer und Flamme für Spiele 2024 wird gejubelt. Argumente spielen dabei keine Rolle, es ist einfach „geil“ Hamburg in der Welt bekannt zu machen, heißt es auf Leuchtreklameflächen. Wir haben uns deshalb entschieden, jetzt bei Change.org eine ONLINE-PETITION an den Start zu bringen. Gerichtet an den Deutschen Olympischen Sport Bund sagen wir zum jetzigen Zeitpunkt: Olympische Spiele in Hamburg? So nicht! (Klicken zum Unterschreiben!) Weiterlesen
Der Hafen-Olympia-Deal: Der Senat zahlt – koste es was es wolle
Wir hatten schon über die Hinterzimmer-Verhandlungen zwischen Senat und Hafenwirtschaft berichtet. Jetzt ist im Online-Portal die dort getroffene Vereinbarung veröffentlicht worden. Der Senat verspricht den Unternehmen, die im Falle von Olympischen Spiele im Hafen umgesiedelt werden müssen, alle Kosten dafür zu übernehmen. Wie hoch die Kosten sein werden, die für diese Maßnahmen auf uns als SteuerzahlerInnen zukommen? Kein Wort darüber!
Hier die Vereinbarung als zwischen Senat und Hafenbetrieben als PDF.
Schwere Kritik am Olympischen Sport Bund – Bundesrechnungshof moniert Verteilung der Fördermittel
„Rechnungshof nimmt Sportförderung auseinander“ und „Rüffel für den DOSB: Der Bundesrechnungshof empfiehlt der Regierung, die Verteilung der Fördermittel stärker zu kontrollieren – und den Verband zu entmachten. Der DOSB reagiert empört.“ So titelt Spiegel-Online aktuell auf seiner Homepage. Am 21. März will der so kritisierte DOSB entscheiden, mit welcher Stadt – Hamburg oder Berlin – er sich auf dem Weg für die Olympischen Spiele 2024 machen will.
Demnach hat der Bundesrechnungshof eine Prüfbericht für das Innenministerium über die Sportförderung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) verfasst und kritisiert. „“Die dargestellten Fördermittel der Verbände sind weder transparent noch untereinander vergleichbar“, schreibt der Rechnungshof in einem Bericht, aus dem das Recherche-Netzwerk CORRECT!V zitiert.“
Wichtig dabei ist der Vorwurf, der DOSB sei als Dachverband „nicht neutral“. Außerdem wird eine Neuordnung der Sportförderung verlangt. Wörtlich heißt es bei Spiegel-Online: „Der Rechnungshof empfiehlt eine Neuordnung der Verteilungskriterien, diese sollen transparenter werden. Der DOSB soll demnach sein Beratungsmonopol verlieren, weil der Dachverband „nicht neutral“ sei. Das Innenministerium soll künftig mehr Kontrolle ausüben. Die Prüfer regen an, sich von neutralen Einrichtungen beraten zu lassen, die keinem Interessenkonflikt ausgesetzt sind.“
Ist der Hamburger Flughafen olympiatauglich?
„Daran ist nicht zu rütteln: Bis zum Jahr 2024 wird Hamburg keinen neuen Flughafen bauen können“, so beginnt ein Artikel, der Anfang Februar im Abendblatt erschienen ist und in dem der Flughafenchef Michael Eggenschwiler versichert: Der Hamburger Flughafen kann das! Man müsse lediglich ein paar Zusatz- und Sonderflüge machen und ein paar größere Jets einsetzen. Zudem gibt es ja noch die Idee, dass Sportler, Trainer und Funktionäre bei Airbus in Finkenwerder landen können, um dann mit Barkassen ins olympische Dorf geschippert zu werden. Eine sympathische Idee, auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick stellen sich jede Menge Fragen: Ist das rechtlich, logistisch und – extrem wichtig für die Spiele – sicherheitstechnisch überhaupt möglich? Auch bringt die Einflugschneise über Hamburgs Innenstadt enorme Lärm- und Abgasbelastungen mit sich.* Weiterlesen
(N)Olympia Hamburg: Die SkyLights und der Senat
Ehrenamt und Olympia geht nicht wirklich zusammen. Daher nur hier zum selbst lesen. Zu den bunten Werbe-Laser-Lichtern, über die wir hier berichtet hatten, gibt es zwei Kleine Anfragen, auf die der Senat geantwortet hat. Zum Thema „Sky Lights auf Bezirksämtern und Einkaufszentren – wer kommt dafür auf und wird die Neutralitätspflicht verletzt? Welche Rolle spielt Einkaufszentrums-betreiber ECE? (Olympische Spiele VII)“ hatten die beiden (auch künftigen) LINKEN-Bürgerschaftsabgeordneten Heike Sudmann und Mehmet Yildiz gefragt. Die Drucksache 20/14607 ist hier als PDF online.
Die Grünen Martin Bill und Christiane Blömeke hatten zuvor nach „Skybeamer für Olympia und der Vogelzug“ gefragt und diese Senatsantwort erhalten. Drucksache 20/14588 als PDF.
Reminder: GRÜNE Wahlversprechen zu Olympia
1. Eine Olympia-Bewerbung gibt es nicht ohne Studie. (Beschluss des Landesausschusses) Ziel der Studie sei, dass die Hamburger/innen „sich ein ausgewogenes Urteil über die Chancen und Risiken olympischer und paralympischer Spiele“ bilden können. Eine Entscheidung auf Basis rationaler Informationen sei – so die Grünen – ohne eine unabhängige Studie nicht möglich. Weiterlesen
(N)Olympia Hamburg: Bach-Blüten für Olympia-Liebhaber: „… blicke ich liebevoll auf die Olympischen Spiele von Sotschi 2014

Thomas Bach, Präsident des IOC, blickt liebevoll auf die Spiele im russischen Sotchi. Foto: © Ralf Roletschek / fahrradmonteur.de
Etwas über ein Jahr liegen die Olympischen Spiele von Sotchi zurück. Der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach zog vor wenigen Tagen eine Bilanz gegenüber Russland und den dortigen Spielen, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Das Hamburger Abendblatt schreibt am 9.2.2015: „Vor einem Jahr begann das zweiwöchige Ringe-Spektakel an der Schwarzmeerküste. Doch angesichts des zweifelhaften Erbes – verrottende Sportanlagen, verrammelte, weil unrentable Touristenhotels, weithin sichtbare Umweltsünden – fällt es schwer, in Thomas Bachs Lobeshymne einzustimmen: ,Ein Jahr danach blicke ich liebevoll auf die Olympischen Spiele von Sotschi 2014 zurück‘, diktierte der IOC-Präsident der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass in den Block. Sein Internationales Olympisches Komitee behauptet in einer bemerkenswert flattierenden Meldung, der positive Effekt dieser Winterspiele könne ,gar nicht hoch genug bewertet werden‘„. (Hervorhebung NOlympia Hamburg)
Solche Sätze machen wirklich Mut, dass die Reformen beim IOC auf einem guten Weg sind.
Die Reformen und das IOC. Mehr dazu in diesem Blog:
Grün ist die Hoffnung? Warum das IOC reformunfähig ist
Im Endspurt des Hamburger Wahlkampfs erwachen die GRÜNEN aus ihrem Olympia-Schlaf. Ups, die SPD hat einen Deal mit der Hafenwirtschaft gemacht und ihr weitreichende finanzielle Zusicherungen gegeben für den Fall, dass sie den Kleinen Grasbrook räumen muss? Ui, Olympia wird doch ganz schön teuer und ökologisch ist das Ganze wohl auch kaum. Mh, und wir haben uns ja mal für Transparenz und eine unabhängige Studie ausgesprochen. Alles, einfach alles, was vorher durch einen interfraktionellen Antrag abgemacht war, wird vom SPD-Senat ignoriert! Transparenz? Für die SPD ein Fremdwort! Weiterlesen

