Was kostet die olympische Welt? Was auf Hamburg zukommen könnte

Olympia = Elbphilharmonie hoch zehn!

Olympia = Elbphilharmonie hoch zehn!

Bisher gibt es keinerlei Informationen dazu, wie teuer die Ausrichtung der Olympischen Spiele für die Hansestadt Hamburg wäre. Das hindert den Senat und die Handelskammer nicht daran, weiter die Werbetrommel für das Megaevent zu rühren – frei nach dem Motto: Wen kümmert’s schon, was uns der Spaß kosten wird!

Auf unserem (N)Olympia-Blog haben wir schon mehrfach auf dieses riskante Vorgehen hingewiesen und in aller Deutlichkeit klar gemacht, dass das Konzept, das der Senat für Olympia 2024 in Hamburg vorsieht, ein extrem teures ist. Alles soll sich zentral in Innenstadtnähe abspielen und mit der Elbinsel Kleiner Grasbrook soll ein Gebiet erschlossen werden, das nicht für’n Appel und ’n Ei zu haben sein wird. So will die Hafenwirtschaft allein 5-7 Milliarden Euro als Investitionsausgleich für den Umzug haben, völlig unklar ist, wo die neu zu erschließenden Ausgleichsflächen denn sein sollen (in Moorburg?). Weiterlesen

More than a feeling: Boston ist Olympia-Bewerber für USA – Finanzierung ohne Steuergelder angekündigt

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USA mit Boston für Olympia. Besser als die „Hamburger Schule“ ist die Musik dort allemal. Klicken um zu hören!

Die USA gehen mit Boston ins Rennen um die Olympischen Spiele. Da sieht auch das Hamburger Abendblatt „starke Konkurrenz“. Da wird den KollegInnen wohl etwas mulmig, denn die „Olympia-Bewerbung ähnelt der von Hamburg“. Obendrein hat die US-Sport-City so unbedeutende „Capitals“ wie San Francisco und Los Angeles bereits abgehängt. Hamburg hingegen zittert noch wegen Berlin. Nur gut, so orakelt das Abendblatt: „Afrika fällt derzeit als Kontinent aus“. Wenigstens eine gute Nachricht und die Frage, was „derzeit“ genau bedeutet, lasse ich mal.   In einem weiteren Abendblatt-Artikel heißt es gar: „Die Hauptstadt des ostamerikanischen Bundesstaates Massachusetts muss als Favorit angesehen werden.“ Und die Killer-Meldung kommt vom DLF: „Olympia 2024: Keine Steuergelder für Boston“. Hallo Handelskammer Hamburg: Jetzt seid ihr dran! Weiterlesen

Hamburg 2015+: Hier wird geklotzt und nicht nur gebaut

Noch sind die Kräne nicht für Olympische Spiele...

Noch sind die Kräne nicht für Olympische Spiele…

Die ZEIT hat einen guten Überblick über die laufenden und noch kommenden Großprojekte der Hansestadt Hamburg erstellt. Der Titel: „Hamburg baut wie verrückt“ und mir wurde schon beim Lesen ganz schwindelig. Hier nur in Kürze die „Highlights“ im Schnelldurchlauf: Da wäre die uns allen irgendwie schon ganz vertraute Dauerbaustelle Elbphilharmonie. Sehr beliebt auch die Busbeschleunigungen in der ganzen Stadt und der Weiterbau der Geisterstadt Hafencity. Neu hinzu kommen das Megaprojekt Autobahndeckel im Zuge der A7-Verbreiterung, die Elbquerungen, wie die Hafenquerspange, aber auch die Brücke zwischen Harburg und Wilhelmsburg, die im Dezember durch einen Unfall erheblich beschädigt wurde und nun vielleicht sogar komplett ersetzt werden muss und – nicht zu vergessen – die nicht mehr zu rettende Köhlbrandbrücke, die bis 2030 neu gebaut werden soll. Weiterlesen

Diffus dafür: Hamburgs Olympia-Kampagne baut auf Show statt auf Fakten

Olympia als Projektionsfläche: Alle werden profitieren!

Olympia als Projektionsfläche: Alle werden profitieren!


„Bin dafür“ – unter diesem schlichten Slogan konnten sich schon 2002 alle Hamburger/innen für Olympia in der Hansestadt aussprechen, indem sie ihren Namen auf einer Tafel im Rathaus hinterließen. Die damalige Bewerbung „Feuer und Flamme für Hamburg 2012“ scheiterte grandios, da Hamburg schon im Vorfeld gegenüber Leipzig ausschied. Die derzeitige Pro-Olympia-Kampagne, die den alten Slogan recycelt, kommt ein wenig moderner daher, ist aber vergleichbar inhaltsleer. So kann man im Januar für Olympia shopppen oder eine Miniaturfigur ins Olympia-Stadion in der Europapassage setzen, was irgendwie niedlich ist und auch niemandem weh tut. Die Hauptforderung, die (N)Olympia Hamburg von Anfang an gestellt hat: es muss Transparenz in Bezug auf die Kosten und die Risiken hergestellt werden, wird weiter sträflich vernachlässigt. Weiterlesen

Olympia Hamburg? Sieben Milliarden Euro für den Umzug im Hafen

OlympiaHamburgSiebenMilliardenFrage:  „Es ist aus den damit befassten Dienststellen zu hören, dass die Verlagerung der Flächen zwischen fünf und sieben Milliarden Euro kosten wird.“  Antwort: „Das ist nicht unrealistisch. Hinzu kommen gegebenenfalls die Kosten für die Erschließung neuer Hafenflächen. Eine weitere Herausforderung stellt die Baustellenlogistik dar.“ Weiterlesen

Olympia in Hamburg? Konkurrenz und andere Ärgernisse

Das wird immer enger, mit Hamburg und Olympischen Spielen. Fast schon kleinlaut vermeldet das Abendblatt „Hamburg müsste sich bei Olympia gegen US-Stadt behaupten“ und notiert: „Die Vereinigten Staaten schicken einen eigenen Kandidaten ins Rennen um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024. IOC-Präsident Thomas Bach sieht in den Amerikanern sehr starke Bewerber.“ Ach Elend, zumal da auch Städte wie San Francisco und Los Angeles auftauchen. Irgendwie auch nicht so gut: Italien will sich mit Rom bewerben und vermutlich kommt Frankreich auch noch mit Paris um die Ecke. Weiterlesen

Olympische Spiele in Hamburg: Pro & Kontra

Wenig wurde bisher ernsthaft über das Pro und Kontra von Olympischen Spielen in der Hansestadt diskutiert. Der Hamburger Senat versäumt es, eine Debatte über die Chancen und Risiken einer Olympia-Bewerbung zu starten und initiiert stattdessen lieber die PR-Kampagne „Feuer und Flamme für Hamburg“, die nun die Bevölkerung in einen diffusen Olympia-Taumel versetzen soll. Kein Wort von den Kostenrisiken und möglichen Umwelt- und Sozialbelastungen, die solche olympischen Spiele mit sich bringen. Wer genaue Zahlen oder Hintergrundinformationen haben will, der wird immer weiter vertröstet. Transparenz und Partizipation? Fehlanzeige! Umso löblicher ist es, dass ein einzelner Sportverein die notwendige Debatte in seinem Vereinsmagazin führt. Weiterlesen

IOC und eine Olympia-Bewerbung – Total gedoped

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Zu viel Doping? Beim Sport und den Meinungsumfragen. Foto: Dirk Seifert (Das Foto ist gestellt im Rahmen von Dreharbeiten für eine Filmserie entstanden!)

Stalinistische Verhältnisse beim IOC. Alle sogenannten Reformen wurden – habe ich was übersehen? – ohne Gegenstimmen angenommen. Ja, deutlicher geht der Hinweis nicht, dass auch der Letzte beim IOC gemerkt hat, dass die Milliardengeschäfte mit Olympia gefährdet sind, wenn sich nichts ändert. Aber ändert’s was? Hiobs Botschaft für Hamburg: „Hamburg mit schlechteren Karten als Berlin“ meldet die Welt. Wie bitte? Berlin? Ja: „Die Mehrheit der Deutschen will Olympische Spiele im eigenen Land. Laut Umfrage hätte Berlin aber bessere Karten als Hamburg. Die Wirkung der vom IOC beschlossenen Reformen ist umstritten.“ Ooops, Berlin und dann ist noch nicht mal klar, was das IOC mit seinen sensationellen Reformen nun erreicht hat? Was für ein Elend. Das Abendblatt ist genauso entsetzt wie ich.  Oder sollten da etwas Drogen im Spiel sein? Millionen Deutsche gedoped? Weiterlesen

Olympia – Grüne grantig

Jetzt ist es bewiesen: Bloggen hilft. Kaum hatten wir hier „Hamburgs Weg zu Olympia“ veröffentlicht, reagieren die Grünen auch sofort. Der Jahresausblick 2015 behauptete: Mai 2015/ Der Senat und alle Fraktionen mit Ausnahme der Linken erinnern sich an eine im Frühjahr 2014 beschlossene Geschichte in der Bürgerschaft, wo es um Vor- und Nachteile einer Olympia-Bewerbung gehen sollte. Machbarkeitsstudie hatte man das Ding mal genannt. Das sollte der Senat total ergebnisoffen darstellen. Wie blöd, das hatten jetzt fast alle – mit Ausnahme der Linken?  – vergessen… Falsch! Die Geschichtsschreibung in der Zukunft muss nun neu geschrieben werden und zwar so: Dezember 2014/ Die Grünen erinnern sich auf einem „kleinen Parteitag“ und den Senat an diese Machbarkeitsstudie und fordern deren Umsetzung. Der Senat, solle „keine Werbung für Olympische Spiele in Hamburg (zu) machen bevor Chancen, Risiken und Kosten ermittelt worden sind. Das meinen wir auch, lieber Senat. Ergebnissoffen bleiben. Aber eines noch: Das mit Godot ist jetzt schon etwas komisch so als Bild. Die Auflösung kommt erst weiter unten…. Weiterlesen